Good-bye Netherlands...

Tschüss, mein kunterbuntes Haus

German

Unser schnuckeliges Haus in Holland war mein kreatives Paradies. Ich durfte die Wände bemalen und in "meinem Zimmer" gab es einen Tisch zum Nähen, einen zum Malen, einen für den PC und dazu extrem viel Stauraum und Bewegungsfreiheit. Die Kinderzimmer waren am buntesten und aufwendigsten gestaltet, für beide Drachen habe ich jeweils mehr als zehn Stunden investiert. Doch es gab auch ein blaues, ein pinkes und ein orangefarbenes Zimmer. Das erste was mein Vierjähriger in unserem neuen Zuhause in Leipzig bemängelte war: "Hier sind alle Wände weiß. Das find ich nicht so schön."

Ja, so ist das. Und unser schnuckeliges Haus in NL, dass nun nicht mehr unser Haus ist, haben wir auch mit weißen Wänden verlassen. Hatte der Makler so empfohlen und wahrscheinlich war es wirklich eine gute Idee. Allerdings sagte sogar der Maler, den wir beauftragt hatten, dass es so schade wäre über all das weiß drüber zu streichen. Ich fand es auch unsagbar traurig. Aber es hat mir den Abschied sehr erleichtert. Beim letzten Rundgang durch das Haus, das mein Zuhause gewesen war, erkannte ich erleichtert und überrascht, dass es nun nicht mehr unser Zuhause war. Die lieben "vier Wände" werden nur durch uns und die Erinnerungen, die wir dort schaffen zur Heimat. Und diese Erinnerungen haben wir im Kopf und im Herzen, die Mauer selbst ist nicht so wichtig.

English

Our cute little house in The Netherlands was my creative happy-place. I could paint on the walls and had a craft room with dedicated tables for sewing, painting and computer work, some extra storage room and enough free space to dance around. The childrens' rooms were the most colorfull. Already to each dragon I dedicated more than ten hours. We also had a blue, pink and orange room and a fairy staircase. the fist thing my 4yo complained about in the new home was: "All the walls are white. I don't find that pretty."

Well, that's true. And our pretty little Dutch house, that's actually not ours anymore, was also left with white walls. The agent advised to neutralize the house and it was probably a great idea. But even the painter that we hired found it a pity to spread the white over the trees and dragons. I found it heart breaking actually. But it made it a whole lot easier to say good-bye. During our last round through the house that had been my home I was a bit puzzled to find that it was not this home anymore already. Those beloved walls only become our sacred private space because we do something with them, because we create memories. And those memories are in our heads and hearts, the stone itself doesn't really matter.

Und jetzt?And now?

Unser neues Zuhause ist ein modernisierter Altbau mit schönem weißen Putz, ewig hohen Decken und empfindlichem Parkett. Also nicht der perfekte Ort um sich an den Wänden zu schaffen zu machen. Auch mein Atelier ist auf eineinhalb Schreibtische zusammengeschrumpft. Und trotzdem habe ich auch hier ein Kreativparadies gefunden!

 

Our new home is a freshly renovated old accomodation with pretty white plastering, ridiculously high roofs and a soft wooden floor. Thus not the perfect place to get started with murals. Also my craft space shrunk down to one-and-a-half desks. Never the less I found my creative happy space here, too!

 

 

PS - Fast hätte ich die Dachterrasse vergessen! Die Aussicht gefällt mir sooooo gut!

 

PS - Almost forgot to brag about the roof-terrace! I love the view!


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