Kommentar zu "Lost Boy" von Christina Henry

Kontext

Nach dem letzten Artikel habe ich gleich das erwähnte "Faery Tale" aus dem Bücherregal geholt und lesebereit auf die Couch gelegt. 

Leider habe ich nur alle paar Abende ein Kapitel geschafft. Vor dem Urlaub entschied ich daher, es halb gelesen zuhause zurück zu lassen. Vielleicht war ich einfach nicht in der richtigen Lesestimmung?


In der ersten Woche habe ich also nicht einmal dran gedacht ein Buch auch nur anzufassen. 

Zum Glück habe ich zwei buchaffine Freundinnen, die mich gerne mal zu neuen Titeln anregen.


Dieses Mal hieß die Leihgabe "Lost Boy" von Catherine Henry. Samstag las ich den Prolog und Sonntag Abend schloss ich es zufrieden.

Kleiner Einblick

"Lost Boy" ist eine Geschichte über Peter Pan und seine verlorenen Jungs. Sie spielt lange vor der Zeit des bekannten Märchens und hat eine sehr andere Atmosphäre. Im frühen Nimmerland geht es rabiat zu; die Jungs sind wild, die Spiele brutal und die Insel voller Gefahren. Aus der Perspektive Peter Pans erstem Jungen und bestem Freund wird man durch diese rohe Welt geführt.

Es gibt ein paar schöne Erklärungen zu den Ursprüngen der Verhältnisse, die wir im wohlbekannten Märchen als gegeben nehmen. Man lernt dass man sogar in Nimmerland erwachsen werden kann und wieso. Man lernt einen Peter Pan kennen, mit dem man sicher nicht durchs Fenster fliegen würde.


Ich selbst habe die Geschichte so schnell gelesen, dass mich das Ende wunderbar überrascht hat. Daher möchte ich mich vor zu großem Spoilern hüten und Euch auch davor warnen die Rezensionen bei Amazon zu lesen. Dort wird in fast Jeder das Ende in den ersten oder zweiten Satz gepackt.

Resumee

"Lost boy" von Christina Henry, Juli 2017.

Das Buch ist gut 300 Seiten lang und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Wem grobe Schlägereien und reichlich Blutvergießen nicht allzu viel ausmachen, wer gerne das Fantastische mag und einen Perspektivwechsel, den lade ich herzlich ein diese Geschichte zu lesen. 

Insgesamt wirklich gut und flüssig zu lesen, immer gerade spannend genug um umzublättern und sicherlich auch psychologisch alles andere als uninteressant.

Nun, da ich hoffe eure Leselust geweckt zu haben, kommt ein kleiner Haken: das Buch ist bisher nur auf englisch erschienen.  

Vielleicht auch eine gute Idee für Lehrer um die Fleißigen im Englisch-LK zu erfreuen? ;)