Kommentar zu "Das Orchideenhaus" von Lucinda Riley

Mit dem Buch, das meine Oma mir zugesteckt hat und dem, das noch im südfranzösischen Nachttisch wartete, hatte ich eine schöne Auswahl. 

Fünf Bücher könnten diesen Urlaub gelesen werden, aber das klappt natürlich nicht mit den Kleinen im Garten am Pool. 

Und man will ja auch ein Bisschen wandern und quatschen und die Familie genießen. 

Ich war also dankbar dafür, dass sich eine Freundin für eins dieser Bücher aussprach. 

So wurde "Das Orchideenhaus" zum jüngst gelesenen Buch.

Kontext

Zum Inhalt

Im Buch gibt es zwei zeitliche Ebenen, die Gegenwart in der Julia ihre Krise bewältigen muss und die Vergangenheit, die Einblick in das Leben der Lords und Ladies um den zweiten Weltkrieg herum beschert. 

Hauptschauplatz ist das edle Anwesen "Warton Park", das mit reichliche Historie beladen ist. 

Natürlich wird irgendwann klar, dass das beide Ebenen sich treffen um Geheimnisse zu enthüllen; um Aufklärung zu bringen. 


Es geht um England, Asien, Orchideen, Liebe, Verpflichtungen, Krieg, Musik, Abschied, heilende Herzen, Schuld und Vergebung.


Das alles ist mit einem Hauch französischem Flair und Emanzipation garniert.

Resumee

Das Orchideenhaus von Lucinda Riley wurde 2010 herausgegeben vom Goldmann-Verlag und hat 539 Seiten.


Das Buch hat mir besser gefallen als "Helenas Geheimnis", ich fand es schöner geschrieben. Auch die Landschaften sagen mir sehr zu, England und Thailand kann ich mir gut vorstellen, weil ich dort (ok, nicht Thailand, aber Insonesien) schon war. 

Der Teil der Geschichte, der in der Vergangenheit spielt hat mir sehr gut gefallen und da blätterten sich die Seiten quasi von alleine um. 

Die aktive Handlung und Situation, ist es die Hauptgeschichte(?), fand ich allerdings etwas schwach. Julia macht keine großartige Transformation durch und am Ende wird alles was vorher so detailreich, fast zu ausgedehnt, aufgebaut wurde in zehn Seiten abgewickelt. 

Auch fand ich die meisten Schicksale in der Geschichte sehr traurig und blieb nach dem letzten Wort etwas unglücklich zurück.