Kommentar zu "Der Sommer der Sternschnuppen" von Mary Simses

Kontext

Nach dem Lesen von "Das Orchideenhaus" von Lucinda Riley ordnete ich die übrigen vier Bücher nach Seitenzahl. 

Da der Urlaub sich langsam dem Ende neigt, wählte ich das längste Buch, damit ich in den allerletzten Tagen vielleicht noch eins der Kürzeren lesen könnte. 

"Der Sommer der Sternschnuppen" war  in meiner Auswahl sowohl das längste Buch als auch jenes Buch, dass seit letztem Sommer hier auf mich wartete. Als ich die ersten Seiten las, stellte ich fest, dass sie mit bekannt vorkamen. Anscheinend hatte ich es letztes Jahr schon angefangen, konnte mich aber nicht wirklich daran erinnern. Nach zwanzig Seiten war aber zum Glück alles neu.

Zum Inhalt

In "Der Sommer der Sternschnuppen" geht es um einen Neuanfang für Grace. Man lässt mit ihr die Vergangenheit Revue passieren und bewältigt mit ihr alte Schuldgefühle. In ihrem Heimatdorf trifft man sie bei ihren Eltern, lernt ihre beste Freundin und deren Familie, Graces Erzfeindin aus Jugendtagen und drei sympathische Männer kennen.

Die Liebesgeschichte steht themenmäßig gleichberechtigt neben Vergangenheitsbewältigung und der Problematik der gesunden Selbsteinschätzung. 

Jedem Kapitel geht eine kleine grammatikalische Lektion vorraus, um Graces Liebe zum korrekten Sprachgebrauch zu betonen. 

Graces Charakter beschreibt eine vorhersehbare aber angenehme Entwicklungskurve und auch die anderen Personen der Geschichte sind äußerst beschwingt. 

Sogar Regan, die Böse im Plot, ist eigentlich fast liebenswert.

Resumee

"Der Sommer der Sternschnuppen" von Mary Simses erschien 2016 bei Blanvalet. Direkt vorweg, für mich eine tolle, leichte Urlaubslektüre. 

Die Geschichte hat einen traurigen Hintergrund, aber ich würde sie trotzdem als heiter beschreiben. 

Mir hat gut gefallen, dass Grace sich oft so benimmt wie mein inneres Kind es gerne würde, meine "kleine Natalie", die mit auf der Schulter sitzt, wie mein Mann es ausdrückt. 

Ich fand es herrlich, wie sie sich von Regan manipulieren lässt oder wie sie Eis kauft. Auch ihr Korrekturtick ist ganz nach meinem Geschmack.

Das Apfelkuchenrezept im Einband ist eine tolle Idee, die der familiären, warmen Atmosphäre der Geschichte entspricht. Leider habe ich hier gerade keine Äpfel zur Hand um es auszuprobieren. Das werde ich in der Heimat schnellstmöglich nachholen.


Insgesamt ein Buch, dass sich leicht und zügig lesen lässt. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht!